Erst die einfachen Ursachen prüfen
Nicht jeder Heizungsausfall bedeutet einen Defekt. Manchmal ist es ein Stromausfall, eine ausgelöste Sicherung oder ein leerer Tank. Schauen Sie deshalb zuerst, ob die Anlage Strom hat und das Display eine Fehlermeldung zeigt. Notieren Sie sich den Code, er hilft später bei der Diagnose.
Ist der Heizungsraum nass, riecht es nach Gas oder Öl oder qualmt es, schalten Sie nichts an und verlassen Sie den Raum. Bei Gasgeruch gehen Sie nach draußen und rufen von dort Notdienst des Versorgers oder die 112, ohne Licht- oder Klingelschalter zu betätigen.
Wichtig für das Gespräch mit der Fachkraft: Welche Heizungsart haben Sie, wann ist sie ausgefallen, was zeigt das Display, und gab es vorher Geräusche oder Wartungsarbeiten? Je genauer Ihre Angaben sind, desto besser kann die Fachkraft planen und das passende Material mitbringen. Halten Sie Typenschild und Wartungsheft bereit, falls vorhanden.
Die ersten Schritte der Reihe nach
- Sicherheit prüfen: Kein Gasgeruch, kein Rauch, kein Wasser am Gerät? Sonst Haus verlassen und die 112 rufen.
- Strom und Schalter kontrollieren: Ist der Heizungsnotschalter eingeschaltet und die Sicherung im Kasten in Ordnung?
- Thermostate und Zeitprogramm ansehen: Stehen Raumthermostat und Programm richtig, und ist die Heizung auf Winterbetrieb gestellt?
- Brennstoff prüfen: Bei Öl, Pellets oder Flüssiggas schauen Sie, ob der Vorrat reicht.
- Einmal neu starten: Lässt sich die Anlage nach Bedienungsanleitung zurücksetzen, tun Sie das einmal und nicht öfter.
- Fachkraft rufen: Bleibt die Heizung aus, melden Sie sich mit dem Fehlercode in der Hand.
Wärme im Haus halten
Schließen Sie Türen zu unbeheizten Räumen und ziehen Sie Vorhänge und Rollläden zu, sobald es dunkel ist. Tagsüber lassen Sie Sonne in die Räume. Kleiden Sie sich in Schichten, nutzen Sie Decken und halten Sie sich in einem Raum auf, statt die ganze Wohnung auszukühlen.
Besonders wichtig ist das bei Kleinkindern, älteren und kranken Menschen. Wird es für sie zu kalt, weichen Sie bei Familie, Freunden oder Nachbarn aus.
Lüften Sie trotzdem kurz und kräftig, auch wenn es kalt ist. Stoßlüften kühlt weniger aus als dauerhaft gekippte Fenster und verhindert Feuchtigkeit in kalten Räumen.
Sicher zuheizen und Leitungen schützen
- Elektro-Heizlüfter direkt anschließen: Stecken Sie ihn in eine Wandsteckdose, nicht in eine Mehrfachsteckdose, und lassen Sie ihn nicht unbeaufsichtigt laufen.
- Kein Grill, kein Gasherd: Grill, Gaskocher und Backofen zum Heizen erzeugen Kohlenmonoxid und sind lebensgefährlich.
- Wasserleitungen sichern: Öffnen Sie Türen zu Räumen mit Leitungen, lassen Sie bei Dauerfrost ein wenig Wasser laufen und halten Sie frostgefährdete Bereiche warm.
- Wärmflaschen nutzen: Sie sind eine einfache, ungefährliche Möglichkeit, sich aufzuwärmen.
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