Die ersten Schritte
- Abstand halten: Wenn Sie jemanden im Haus vermuten oder Geräusche hören, bleiben Sie draußen und gehen Sie an einen sicheren Ort.
- Polizei rufen: Bei einem Einbruch in Ihrer Nähe oder wenn sich Täter noch im Haus befinden, wählen Sie 110, bei Verletzten oder akuter Gefahr 112.
- Nichts anfassen: Türgriff, Schlossbereich und aufgebrochene Schränke tragen Fingerabdrücke und Werkzeugspuren, die der Polizei helfen.
- Nichts aufräumen: Lassen Sie Scherben, Werkzeug und Unordnung liegen, bis die Beamten die Spuren gesichert haben.
- Auf die Polizei warten: Sie stellt Anzeige und Spurensicherung sicher, erst danach ist der Tatort für Sie frei.
Erst fotografieren, dann sichern
Auch wenn die Täter nicht ins Haus gelangt sind, hat die Tür womöglich Schaden genommen. Machen Sie von außen und innen Fotos von Schloss, Schließblech, Rahmen und Türblatt. Achten Sie auf frische Kratzer, verbogene Beschläge oder gesplittertes Holz. Diese Bilder brauchen Sie später für Polizei, Vermieter und Versicherung.
Notieren Sie, wann Sie den Schaden bemerkt haben und was Ihnen aufgefallen ist. Frische Erinnerungen sind genauer als solche, die Sie erst nach Tagen aufschreiben.
Die Tür vorläufig sichern
Wenn die Polizei die Spuren gesichert und die Freigabe erteilt hat, müssen Sie das Haus oder die Wohnung für die Nacht verschlossen halten können. Schließt die Tür noch, drehen Sie den Schlüssel einmal ganz um. Bleibt der Zylinder unbeschädigt, hält das mehr als Zuziehen.
Lässt sich die Tür nicht mehr richtig verriegeln, sichern Sie sie von innen provisorisch, zum Beispiel mit einem schweren Möbelstück oder einer Querstange. Das ist nur eine Übergangslösung. Rechnen Sie nicht damit, dass sie einem zweiten Versuch standhält. Wenn möglich, übernachten Sie bei Bekannten, bis die Tür repariert ist.
Was danach geklärt werden sollte
Informieren Sie Vermieter oder Hausverwaltung, denn Tür und Schloss gehören oft nicht Ihnen. Melden Sie den Schaden außerdem Ihrer Hausrat- oder Gebäudeversicherung. Fragen Sie dort, welche Nachweise sie braucht und ob sie bestimmte Fristen oder Vorgaben hat, ohne diese zu raten.
Lassen Sie Schloss, Zylinder, Schließblech und Rahmen prüfen. Ein Einbruchsversuch lockert oft Teile, die man von außen nicht sieht. Sprechen Sie danach auch über zusätzlichen Schutz, etwa einen Querriegel oder ein stabileres Schließblech.
Schwachstellen erkennen und ausbessern
Ein Einbruchsversuch zeigt, wo die Tür angreifbar ist. Häufig setzen Täter am Spalt zwischen Türblatt und Rahmen an oder versuchen, den Zylinder abzubrechen. Schauen Sie nach, ob das Türblatt noch plan im Rahmen sitzt und das Schließblech festsitzt. Prüfen Sie auch, ob Schrauben locker sind und ob sich die Tür leichter bewegen lässt als zuvor.
Gerade bei Wohnungstüren hängt die Sicherheit nicht nur vom Schloss ab. Auch Bänder, Rahmen und die Verankerung in der Wand spielen eine Rolle. Eine Fachkraft kann einschätzen, welche Nachrüstung zu Ihrer Tür passt, und sagt Ihnen offen, wenn eine neue Tür sinnvoller wäre als eine Reparatur.
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