Die ersten Schritte
- Ruhe bewahren: Ratten sind scheu und fliehen meist, Sie müssen nichts unternehmen, außer ihnen den Weg zu lassen.
- Abstand halten: Fassen Sie weder Tiere noch Kot noch Nestmaterial mit bloßen Händen an.
- Lebensmittel sichern: Packen Sie Vorräte, Tierfutter und Obst in feste, gut schließende Behälter.
- Abfall verschließen: Bringen Sie den Müll aus dem Haus und halten Sie Mülltonnen und Kompost geschlossen.
- Beobachtung notieren: Schreiben Sie Ort, Uhrzeit und Spuren auf, damit sich später die Wege des Tieres nachvollziehen lassen.
Spuren richtig deuten
Rattenkot ist dunkel und länglich und liegt oft an Wegen entlang von Wänden. Typisch sind außerdem Nagespuren an Kabeln, Holz oder Verpackungen sowie Schmierspuren an Wänden und Rohren. Auch kratzende Geräusche in der Nacht, etwa aus der Decke oder hinter Verkleidungen, sind ein Hinweis.
Eine einzelne Beobachtung bedeutet nicht automatisch ein Nest. Je mehr Hinweise Sie finden und je frischer sie wirken, desto wahrscheinlicher lebt ein Tier oder eine Gruppe im Haus.
Notieren Sie, wo und wann Sie Spuren finden. Eine kleine Skizze der Räume mit den Fundstellen zeigt später, welche Wege das Tier nimmt und wo es sich aufhält. Legen Sie keine Köder aus, um zu sehen, ob etwas passiert, denn das lockt nur weitere Tiere an. Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte Fundstellen vorläufig absperren, bis sie gereinigt sind. Fotos von Kot und Nagespuren helfen einer Fachkraft, den Befall einzuschätzen, ohne dass Sie Beweise aufheben müssen.
Hygiene und Gesundheit
Ratten können Krankheitserreger übertragen. Tragen Sie beim Reinigen Einmalhandschuhe, wischen Sie Flächen feucht ab statt zu fegen und waschen Sie sich danach gründlich die Hände. Entsorgen Sie Reste von Kot in einem dicht verschlossenen Beutel.
Verwenden Sie keine Gifte oder Fallen auf eigene Faust. Sie gefährden damit Kinder, Haustiere und andere Tiere. Außerdem verenden vergiftete Tiere unter Umständen in Hohlräumen, wo sie nicht erreichbar sind und Geruch sowie Schädlinge anziehen. Je nach Kommune kann ein Rattenbefall meldepflichtig sein. Fragen Sie beim Ordnungsamt oder bei Ihrer Gemeinde nach.
Warum die Ursache zählt
Ratten kommen dorthin, wo sie Nahrung, Wasser und Unterschlupf finden. Offene Abfälle, undichte Rohre, Löcher in der Hauswand oder ein beschädigtes Abwasserrohr im Keller sind typische Einstiege. Wer nur das Tier verjagt, ohne die Ursache zu beheben, hat das Problem bald wieder.
Eintrittswege finden und schließen
Ratten passen durch erstaunlich kleine Öffnungen. Typische Wege sind defekte Abwasserrohre, Lüftungsöffnungen, Spalten an Kellerfenstern, Durchführungen für Leitungen und schadhafte Türen. Gehen Sie bei Tageslicht mit einer Taschenlampe durch Keller, Garage und Außenbereich und achten Sie auf Löcher, Gänge im Erdreich und Nagespuren an Holz.
Stellen Sie keine Gegenstände an Wände, hinter denen Sie Tiere vermuten, und räumen Sie Kellerecken auf. Dort fühlen sich Ratten sicher. Halten Sie Vogelfutter und Tierfutter so, dass nichts auf den Boden fällt. Wenn Sie einen Eintrittsweg entdecken, notieren Sie ihn, statt ihn überstürzt zu verschließen, denn ein Verschluss ohne Kontrolle sperrt womöglich Tiere ein.
Rattenbekämpfung – Einsatzgebiete
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