Die ersten Schritte
- Fund sichern: Fangen Sie ein Tier in einem Glas oder auf Klebeband und fotografieren Sie es, das hilft bei der Bestimmung.
- Nichts verschleppen: Tragen Sie Bettzeug und Polster nicht durch die ganze Wohnung, sondern packen Sie sie im Zimmer in dicht verschlossene Säcke.
- Wäsche heiß waschen: Waschen Sie Bettwäsche, Kleidung und Vorhänge bei der höchsten Temperatur, die das Material verträgt, und trocknen Sie sie gründlich.
- Absaugen: Saugen Sie Matratze, Bettrahmen, Fugen und Fußleisten ab und entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel sofort verschlossen im Hausmüll.
- Schlafplatz freihalten: Rücken Sie das Bett von der Wand ab, damit die Tiere keine Brücke zu Möbeln und Wänden finden.
Woran Sie Bettwanzen erkennen
Erwachsene Tiere sind flach, braun und etwa so groß wie ein Apfelkern. Typische Hinweise sind kleine dunkle Kotpunkte auf der Matratze, Blutspritzer im Laken und abgestreifte Häute in Nähten und Ritzen. Stiche treten oft in Reihen auf, lassen sich aber leicht mit anderen Hautreaktionen verwechseln. Allein anhand der Stiche kann man einen Befall deshalb nicht sicher feststellen.
Schauen Sie bei der Suche besonders an Matratzennähten, am Lattenrost, hinter dem Kopfteil, in Steckdosenabdeckungen und hinter Bildern nach. Bettwanzen verstecken sich tagsüber in dunklen, engen Spalten nahe dem Schlafplatz. Eine Taschenlampe und eine alte Kreditkarte, mit der Sie Ritzen vorsichtig abfahren, genügen für die erste Kontrolle. Halten Sie Ihre Funde mit Fotos fest und schreiben Sie auf, in welchen Räumen Sie etwas entdeckt haben.
Was Sie vermeiden sollten
Werfen Sie Matratzen und Möbel nicht überstürzt auf die Straße. Sie verbreiten die Tiere im Treppenhaus, und Nachbarn könnten sich anstecken. Besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Fachkraft.
Greifen Sie nicht zu Insektensprays aus dem Haushalt. Sie wirken auf Bettwanzen meist nicht zuverlässig, treiben die Tiere in neue Verstecke und belasten die Raumluft. Verzichten Sie auch auf Hausmittel, die ein Wundermittel versprechen.
Reden Sie offen mit Vermieter oder Hausverwaltung, weil Wohnungen nebeneinander betroffen sein können. Schweigen hilft dem Befall.
Was danach hilft
Eine Bekämpfung führt eine Fachkraft durch, nicht Sie. Sie klärt Methode und Ablauf und sagt Ihnen, wie Sie Räume vorbereiten sollen. Planen Sie dafür Zeit ein, denn nach einer ersten Behandlung ist oft eine Nachkontrolle nötig. Kontrollieren Sie Bett und Ritzen in den Wochen danach regelmäßig.
Wie Bettwanzen ins Haus gelangen
Bettwanzen reisen als blinde Passagiere. Sie sitzen in Koffern, Rucksäcken, Second-Hand-Möbeln oder Kleidung und gelangen so aus Hotels, Zügen oder Bekanntenhaushalten in die Wohnung. In Mehrfamilienhäusern können sie auch durch Leitungsschächte oder Mauerritzen in Nachbarwohnungen wandern.
Nach einer Reise hilft es, Gepäck nicht auf dem Bett abzustellen und Kleidung gleich zu waschen. Kontrollieren Sie gebrauchte Möbel vor dem Kauf an Nähten und Ritzen. Einen sicheren Schutz vor Befall gibt es nicht, aber diese Gewohnheiten machen ihn unwahrscheinlicher und erleichtern, ihn früh zu bemerken.
Bettwanzen – Einsatzgebiete
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