Was Standby eigentlich bedeutet
Viele Geräte sind nie wirklich aus. Sie warten auf ein Signal der Fernbedienung, halten eine Uhr am Laufen, sind für Updates bereit oder haben ein Netzteil, das dauerhaft arbeitet. Jedes einzelne braucht dafür nur wenig Strom. Zusammen laufen aber ein Dutzend oder mehr dieser kleinen Verbraucher das ganze Jahr durch.
Das Schöne daran: Hier lässt sich ohne Verzicht und ohne neue Geräte sparen. Sie müssen nur wissen, wo es sich lohnt.
So spüren Sie die Verbraucher auf
- Steckdosenmessgerät: Ein einfaches Zwischenstück zeigt, wie viel ein Gerät im Ruhezustand wirklich aufnimmt. Viele Bibliotheken und Verbraucherzentralen verleihen solche Geräte.
- Netzteile fühlen: Werden Ladegeräte oder Netzteile ohne angeschlossenes Gerät warm, ziehen sie dauerhaft Strom.
- Alle Geräte durchgehen: Wohnzimmer, Arbeitsplatz, Küche und Flur haben meist die meisten Kandidaten.
- Lampen im Dunkeln: Leuchtdioden an Geräten und Steckerleisten verraten, was noch aktiv ist.
Notieren Sie sich die Werte nach dem Messen. So sehen Sie auf einen Blick, bei welchen Geräten sich ein Eingriff lohnt und welche Sie getrost am Netz lassen können.
Wie Sie die Verbraucher bändigen
- Schaltbare Steckerleiste: Mit einem Schalter trennen Sie ganze Gerätegruppen vom Netz, etwa Fernseher mit Receiver und Konsole.
- Zeitschaltuhr: Für Geräte, die nachts nicht gebraucht werden, kann ein Timer das Abschalten übernehmen.
- Ladegeräte ziehen: Was nicht lädt, gehört aus der Steckdose.
- Energiesparoptionen nutzen: Viele Geräte haben Einstellungen, die den Bereitschaftsbetrieb verringern.
Wo Sie nicht abschalten sollten
Nicht jedes Gerät verträgt es, dauernd vom Strom getrennt zu werden. Der Router sollte meist laufen, wenn Sie ihn für Telefon oder Smart-Home-Geräte brauchen. Kühlschrank und Gefriertruhe gehören ohnehin nicht an eine Zeitschaltuhr. Lesen Sie im Zweifel die Anleitung, bevor Sie ein Gerät regelmäßig vom Netz nehmen.
Und noch ein Hinweis: Billige Mehrfachsteckdosen und überlastete Leisten sind ein Brandrisiko. Schließen Sie nicht beliebig viele große Verbraucher an eine einzige Leiste an.
Größere Verbraucher im Blick
Neben dem Standby lohnt ein Blick auf Geräte, die dauerhaft Strom ziehen, obwohl sie ihre Arbeit längst getan haben. Dazu gehören alte Kühlgeräte im Keller, ein zusätzlicher Getränkekühlschrank, Warmwasserspeicher mit Dauerbetrieb oder Aquarien und Heizlüfter. Wer sie messen und ehrlich bewertet, findet manchmal ein Gerät, das mehr Strom braucht als der gesamte Rest zusammen.
Dann ist die Frage, ob Reparieren, Abschalten oder Ersetzen sinnvoll ist. Ein altes, gut gepflegtes Gerät darf bleiben, wenn es sparsam läuft. Wenn der Verbrauch aber deutlich über dem eines modernen Geräts liegt, kann ein Austausch auf Dauer Ressourcen sparen, auch wenn er zunächst Material erfordert.
Heben Sie die Messergebnisse auf. Gerade bei Geräten, die Sie schon lange besitzen, lohnt der Vergleich mit den Angaben im Datenblatt oder der Anleitung. Wenn Sie in einigen Monaten erneut messen, sehen Sie, ob Ihre Maßnahmen gewirkt haben, und können dort nachlegen, wo der Verbrauch hoch geblieben ist.
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