Was eine Wärmepumpe belastet
Das Außengerät einer Luft-Wasser-Wärmepumpe saugt große Mengen Luft an. Laub, Pollen und Schnee legen sich auf die feinen Lamellen des Verdampfers. Dann muss das Gerät länger laufen, um dieselbe Wärme zu gewinnen, und häufiger abtauen.
Im Haus sammelt sich Schmutz aus dem Heizkreis im Schmutzfänger, und der Anlagendruck kann mit der Zeit sinken. Eine unpassend eingestellte Heizkurve lässt die Anlage mit unnötig hoher Vorlauftemperatur arbeiten oder häufig an- und ausgehen. Dieses Takten belastet den Verdichter – das Herzstück der Wärmepumpe.
Was Sie selbst tun können
- Außengerät frei halten: Laub, Schnee und Pflanzen nicht direkt vor oder auf dem Gerät liegen lassen, nichts abdecken und genug Abstand zu Mülltonnen oder Gartenmöbeln lassen.
- Kondensatablauf im Blick behalten: Unter dem Gerät tritt beim Abtauen Wasser aus. Bildet sich dort dauerhaft Eis oder eine Pfütze, die nicht abfließt, sollte das geprüft werden.
- Anlagendruck ablesen: Das Manometer am Heizkreis zeigt den Druck an. Notieren Sie den Wert gelegentlich – der passende Bereich steht in den Unterlagen Ihrer Anlage.
- Display beobachten: Fehlermeldungen, Laufzeiten und die Anzeige des Heizstabs notieren. Solche Notizen helfen der Fachkraft später sehr.
Nicht selbst erledigen sollten Sie Arbeiten am Kältekreis, das Öffnen des Geräts und Eingriffe in die Regelung, die über die normale Bedienebene hinausgehen.
Was bei der Wartung passiert
Bei der Wartung reinigt die Fachkraft Verdampfer und Kondensatablauf, prüft Schmutzfänger, Anlagendruck und elektrische Anschlüsse und liest den Fehlerspeicher sowie die Betriebsdaten aus – Laufzeiten, Zahl der Starts, Anteil des Heizstabs. Daraus ergibt sich, ob Heizkurve und Warmwasserbereitung zum Haus passen.
Viele Hersteller sehen in ihren Garantiebedingungen eine regelmäßige Wartung vor. Ein Blick in die Unterlagen Ihrer Anlage lohnt sich deshalb.
Warum Wartung nachhaltig ist
Eine sauber laufende Wärmepumpe braucht für dieselbe Wärme weniger Strom. Weniger Takten schont den Verdichter, und Störungen, die früh auffallen, ziehen keine Folgeschäden nach sich. Jedes Jahr, das ein Gerät länger zuverlässig läuft, spart die Rohstoffe und die Energie, die in der Herstellung eines neuen stecken.
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