Was im Kasten steckt
Der Sicherungskasten, auch Zählerschrank oder Verteiler genannt, teilt den Strom des Hauses auf mehrere Stromkreise auf. Jeder Kreis hat einen Schalter, der bei Überlast oder Kurzschluss auslöst und die Leitung schützt. Oft sitzt daneben ein Schutzschalter für Personenschutz, den Sie bei Bedarf nach Anleitung prüfen.
Ältere Anlagen haben noch Schraubsicherungen, neuere Kippschalter. Beide erfüllen denselben Zweck. Wichtig ist, dass Sie nur die Bedienteile anfassen, die dafür vorgesehen sind, und nie Abdeckungen abschrauben oder an Klemmen hantieren.
So ordnen Sie die Stromkreise zu
- Zu zweit arbeiten: Eine Person schaltet am Kasten, die andere prüft in der Wohnung, welche Lampen, Steckdosen oder Geräte ausfallen.
- Einzeln und nacheinander schalten: Schalten Sie immer nur einen Kreis aus, notieren Sie das Ergebnis und schalten Sie ihn wieder ein.
- Mit Lampe oder Radio testen: Ein eingeschaltetes Radio oder eine Lampe in der Steckdose zeigt sofort, ob der Kreis ausgefallen ist.
- Empfindliche Geräte schützen: Sichern Sie vorher Computer und lassen Sie Gefrierschrank oder Router nicht länger als nötig stromlos.
- Ergebnis eintragen: Schreiben Sie Raum und Verbraucher gut lesbar auf einen Streifen, zum Beispiel „Küche Steckdosen“ oder „Bad Licht“.
Beschriften, die jeder versteht
Nutzen Sie die vorgesehenen Schildchen oder Klebeetiketten am Kasten. Schreiben Sie so, dass auch Mitbewohner, Gäste oder Vertretungen die Angaben verstehen. Das hilft besonders im Notfall, wenn Sie einen Bereich schnell stromlos schalten müssen.
Legen Sie zusätzlich eine kleine Liste in die Nähe, etwa in einen Ordner mit wichtigen Unterlagen. Mit einer Taschenlampe in der Nähe des Kastens finden Sie sich auch bei Dunkelheit zurecht.
Was Sie lieber lassen
Löst eine Sicherung immer wieder aus, ist das ein Warnsignal. Schalten Sie sie nicht dauerhaft mit Gewalt ein und überbrücken Sie nichts. Ziehen Sie zuerst das zuletzt angeschlossene Gerät ab und prüfen Sie, ob der Kreis danach stabil bleibt.
Bleibt das Problem bestehen, riecht es verschmort, sind Schalter warm oder Steckdosen verfärbt, lassen Sie den Kreis ausgeschaltet und holen eine Elektrofachkraft. Eine Sicherung ist ein Schutz, kein Fehler, den man wegdrücken sollte.
Im Ernstfall schnell handeln können
Ein beschrifteter Kasten zahlt sich aus, wenn etwas schiefgeht. Fällt der Strom nur in einem Raum aus, wissen Sie sofort, welchen Schalter Sie prüfen. Raucht es aus einer Steckdose oder riecht es verschmort, schalten Sie den betroffenen Kreis aus, ohne lange suchen zu müssen.
Zeigen Sie jedem Haushaltsmitglied einmal, wo der Kasten hängt und wie der Hauptschalter bedient wird. Halten Sie den Zugang frei, ohne Schränke, Kartons oder Wäscheständer davor. Eine Taschenlampe in Reichweite hilft, wenn das Licht ausgefallen ist.
Ist die ganze Wohnung dunkel, schauen Sie zuerst, ob Nachbarn ebenfalls betroffen sind. Dann liegt die Störung vermutlich außerhalb Ihres Hauses, und der Netzbetreiber ist der richtige Ansprechpartner. Bei Brandgeruch oder Rauch gilt immer: Haus verlassen und die 112 rufen.
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