Wo Kabel typischerweise kaputtgehen
Die Schwachstelle liegt fast immer am Übergang zwischen Kabel und Stecker. Dort wird das Kabel beim Ziehen, Drehen oder Knicken am stärksten belastet. Innen brechen feine Adern, die Verbindung wird wackelig, und das Gerät lädt nur noch in einer bestimmten Lage.
Netzteile werden vor allem durch Hitze belastet. Wer sie zugedeckt unter Kissen, in Regalen oder hinter Möbeln betreibt, lässt sie schneller altern.
So pflegen Sie Kabel und Netzteile
- Am Stecker ziehen: Fassen Sie immer den Stecker an, nie das Kabel, damit die Zugentlastung nicht ausreißt.
- Locker aufrollen: Winden Sie Kabel in weiten Schlaufen, ohne es um das Netzteil zu wickeln oder scharf zu knicken.
- Knickschutz nutzen: Eine kleine Hülle oder eine Feder am Stecker schützt vor Brüchen, wo das Kabel aus dem Gehäuse tritt.
- Luft lassen: Netzteile brauchen Platz, damit Wärme abziehen kann. Decken Sie sie beim Laden nicht ab.
- Zu Hause ablegen: Lassen Sie ein Ladekabel am Schreibtisch und ein weiteres in der Tasche, statt ständig umzustecken.
Reparieren oder ersetzen
Ein Kabel zu flicken, indem man Adern verdrillt und mit Klebeband umwickelt, ist keine sichere Lösung. Isolierung, Zugentlastung und Schutz vor Berührung gehen dabei verloren. Bei Netzspannung kann das gefährlich werden.
Sinnvoll ist es, ein beschädigtes Teil durch ein passendes zu ersetzen und das alte fachgerecht zu entsorgen. Elektroaltgeräte gehören nicht in den Hausmüll, sondern zur Sammelstelle oder in den Handel mit Rücknahme. Das schont Ressourcen, weil wertvolle Metalle wiederverwertet werden.
Warnzeichen, bei denen Sie aufhören
Benutzen Sie Kabel und Netzteile nicht weiter, wenn sie sich ungewöhnlich heiß anfühlen, nach Verschmortem riechen, Verfärbungen am Stecker haben oder die Ummantelung aufgerissen ist. Das gilt auch für aufgeblähte Akkus: Solche Geräte nicht laden und nicht mehr verwenden.
Ziehen Sie den Stecker, sobald Sie etwas bemerken, und halten Sie Abstand zu brennbarem Material. Qualmt oder brennt etwas, verlassen Sie den Raum und rufen die 112.
Lange nutzen heißt auch klug kaufen
Wer ein neues Ladegerät braucht, sollte auf solide Verarbeitung achten: ein flexibler Knickschutz am Stecker, ein dickes Kabel und nachvollziehbare Angaben zu Spannung und Leistung. Sehr billige Netzteile ohne erkennbaren Hersteller sparen oft an Schutzbauteilen.
Ein Netzteil, das mehrere Geräte laden kann, ersetzt manchen Kabelsalat. Prüfen Sie aber, ob Leistung und Anschluss zu allen Geräten passen. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller des Geräts nach, welche Ladegeräte vorgesehen sind.
Kabel lassen sich oft weitergeben: ein altes Ladekabel mit passendem Stecker kann im Zweitgerät, im Auto oder im Büro weiterlaufen, solange es unversehrt ist. Sortieren Sie einmal im Jahr aus, was beschädigt oder doppelt ist, und führen Sie nur das Defekte der Sammelstelle zu.
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