Wo der Hauptwasserhahn sitzt
Meist befindet er sich im Keller oder Hausanschlussraum, nahe dem Wasserzähler, bei Wohnungen oft im Bad, in der Küche oder im Technikschacht. Fragen Sie im Zweifel Vermieter oder Hausverwaltung, welcher Hahn für Ihre Wohnung gilt.
Machen Sie sich die Stelle bewusst und zeigen Sie sie auch anderen Haushaltsmitgliedern.
Prüfen Sie dabei gleich, in welche Richtung der Hahn schließt und ob ein Hebel oder ein Handrad verbaut ist. Bei Kugelhähnen steht der Hebel im geöffneten Zustand meist in Richtung der Leitung. Ein kurzer Blick in die Unterlagen des Hauses oder eine Nachfrage bei der Hausverwaltung schafft Klarheit. Ein Foto der Stelle auf dem Handy hilft zusätzlich, wenn es einmal schnell gehen muss.
So halten Sie ihn gangbar
- Zugang freihalten: Stellen Sie nichts davor, damit Sie im Notfall sofort herankommen.
- Sanft betätigen: Drehen Sie ihn gelegentlich vorsichtig zu und wieder auf, damit sich keine Kalkablagerungen festsetzen.
- Nur mit Gefühl: Wenn er schwer geht, wenden Sie keine Gewalt an, sonst kann die Spindel oder Dichtung Schaden nehmen.
- Dichtheit beobachten: Tropft es an der Spindel oder zeigt sich Feuchte oder Kalk, sollte es kontrolliert werden.
- Beschriften: Ein kleines Schild oder eine Markierung zeigt an, welche Richtung zu ist.
Nach dem Schließen öffnen Sie den Hahn wieder langsam. So vermeiden Sie Druckstöße in den Leitungen.
Wenn er sich nicht mehr bewegen lässt
Lässt sich der Hahn nicht oder nur mit sehr viel Kraft bewegen, ist es besser, ihn ersetzen zu lassen, bevor Sie ihn im Notfall brauchen. Ein festsitzender Absperrhahn nützt nichts, wenn Wasser läuft.
Dann ist der Austausch eines einzelnen Ventils sparsamer als ein Wasserschaden mit Rückbau und neuem Material.
Weitere Absperrventile kennen
Neben dem Hauptwasserhahn gibt es oft kleinere Absperrventile an Waschbecken, Toilette, Spülmaschine und Waschmaschine. Mit ihnen können Sie einzelne Geräte vom Netz nehmen, ohne das ganze Haus abzustellen. Sie sind ein praktischer erster Schritt, wenn nur ein Anschluss tropft.
Auch diese Ventile werden selten bewegt und setzen sich mit der Zeit fest. Prüfen Sie sie bei Gelegenheit, zum Beispiel wenn Sie ohnehin einen Schlauch kontrollieren. Ist ein Eckventil nicht mehr dicht oder dreht sich nicht, ist es meist ein kleines Teil, das sich einzeln ersetzen lässt, und nicht Grund für größere Umbauten.
Gut ist ein einfacher Plan: Wo sitzt welches Ventil, wohin führt es, und wer im Haushalt weiß davon? Ein kurzer Zettel im Technikbereich oder eine Notiz im Handy genügt. Im Ernstfall muss niemand erst suchen.
Hilfreich ist außerdem, wenn auch die übrigen Personen im Haushalt einmal gezeigt bekommen, wie das Ventil gedreht wird. Gerade Kinder, Gäste oder Mitbewohner kennen die Handgriffe oft nicht, und im Notfall steht nicht immer die Person im Haus, die sich auskennt.
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