Welche Geräte am meisten ziehen
Nicht jedes alte Gerät ist ein Stromfresser. Entscheidend ist, wie lange und wie stark es arbeitet. Ein Gerät, das ständig läuft, wiegt schwerer als ein starkes Gerät, das selten benutzt wird.
Zu den üblichen Verdächtigen gehören Kühl- und Gefrierschränke, Wäschetrockner, Geschirrspüler, elektrische Warmwasserbereiter, Heizlüfter und ältere Umwälzpumpen der Heizung. Auch ein zweiter, selten befüllter Kühlschrank im Keller läuft oft unbemerkt und kostet über das Jahr viel Strom.
So finden Sie die Verbraucher
- Strommessgerät einsetzen: Ein Steckdosen-Messgerät aus dem Fachhandel zeigt, wie viel Energie ein Gerät über einen längeren Zeitraum verbraucht. Das Gerät wird einfach zwischen Steckdose und Stecker gesteckt.
- Typenschild lesen: Dort stehen Anschlusswert und Baujahr. Je höher der Wert und je älter das Gerät, desto genauer lohnt der Blick.
- Wärme und Geräusche beachten: Ein Kühlschrank, der ständig brummt und an der Rückseite stark warm wird, arbeitet vermutlich zu hart.
- Vergleichswerte nutzen: Neuere Geräte tragen ein Energielabel. Damit lässt sich einschätzen, ob ein Austausch Sinn ergibt.
Schließen Sie Großgeräte nur an, wenn die Steckdose dafür ausgelegt ist, und stecken Sie das Messgerät nicht in lose oder warme Dosen.
Erst pflegen, dann ersetzen
Vereiste Kühlgeräte, verstaubte Lamellen an der Rückseite oder eine ausgeleierte Türdichtung erhöhen den Verbrauch. Abtauen, Entstauben und ein Blick auf die Dichtung kosten kaum Aufwand und bringen manches Gerät wieder in Form. Auch der Aufstellort zählt: Neben Herd oder Heizung muss der Kühlschrank mehr leisten.
Beim Wäschetrockner, Geschirrspüler oder der Waschmaschine hilft es, Filter und Siebe regelmäßig zu reinigen und die Geräte nur gut gefüllt zu starten. Wählen Sie, wo möglich, ein sparsames Programm.
Wann sich der Austausch rechnet
Ersetzen sollten Sie ein Gerät, wenn es deutlich mehr verbraucht als vergleichbare neue Modelle, häufig ausfällt oder Reparaturen sich kaum noch lohnen. Rechnen Sie dabei ehrlich: Ein funktionierendes Gerät weiterzunutzen spart Material und Herstellungsaufwand. Entscheidend ist der Verbrauch über die verbleibende Nutzungsdauer. Fragen Sie beim Neukauf nach der Energieeffizienz und nach der Reparierbarkeit, damit das neue Gerät lange hält.
Messen Schritt für Schritt
Beginnen Sie mit den Dauerläufern. Stecken Sie das Messgerät an die Steckdose, lassen Sie das Gerät in seinem normalen Betrieb laufen und lesen Sie den Wert erst nach längerer Zeit ab, bei Kühlgeräten vorzugsweise nach einem ganzen Tag. Kurze Messungen täuschen, weil sich Kompressoren immer wieder ein- und ausschalten.
Notieren Sie das Ergebnis mit Gerätename und Datum und gehen Sie dann zum nächsten Gerät. Mit der Zeit entsteht eine Liste, an der Sie sehen, wo sich Aufwand und Wirkung verbinden. Schaut ein Gerät auffällig heraus, vergleichen Sie es mit Angaben aus dem Handbuch oder dem Hersteller.
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