Woran Sie eine undichte Tür erkennen
Zugluft spüren Sie meist an den Füßen, besonders bei kaltem Wetter. Auch Pfeifgeräusche, kalte Türrahmen oder Staubstreifen an einer Stelle deuten auf Undichtigkeit hin. Ein einfacher Test: Klemmen Sie ein Blatt Papier an mehreren Stellen zwischen Tür und Rahmen und schließen Sie die Tür. Lässt es sich leicht herausziehen, drückt die Dichtung dort nicht genug.
Auch die Dichtung selbst verrät viel. Sie sollte weich und elastisch sein. Ist sie hart, gerissen, abgeplatzt oder stellenweise breit gedrückt, hat sie ihre Aufgabe weitgehend verloren.
Zugluft ist nicht nur lästig, sie kostet auch Heizenergie. Die Wärme, die an einer undichten Stelle entweicht, muss die Heizung ersetzen, und kalte Flächen im Flur begünstigen im Winter Feuchte an Wand und Boden.
Erst Tür prüfen, dann Dichtung wählen
- Tür einstellen: Hat sich die Tür gesenkt oder hängt sie schräg, entsteht der Spalt durch die Beschläge, nicht durch die Dichtung. Viele Scharniere lassen sich mit einem Werkzeug nachjustieren.
- Schließblech prüfen: Sitzt es zu weit vom Rahmen entfernt, drückt die Tür nicht an. Eine Verstellung kann den Anpressdruck verbessern.
- Dichtungstyp bestimmen: Es gibt Dichtungen zum Einlegen in eine Nut, zum Aufkleben und zum Anschrauben. Messen Sie die Nut oder den Spalt und schauen Sie, welche Form vorhanden ist.
- Sauber vorbereiten: Entfernen Sie die alte Dichtung vollständig und reinigen Sie die Fläche von Resten und Staub, damit die neue sicher hält.
Bei Haustüren mit Mehrfachverriegelung oder Brandschutztüren sollten Sie sich vorher in der Anleitung oder beim Hersteller erkundigen, welche Dichtung zulässig ist. Fachkräfte kennen die Besonderheiten solcher Türen.
So erneuern Sie die Dichtung
Bei einer Einlegedichtung ziehen Sie das alte Profil heraus und drücken das neue von einer Ecke aus gleichmäßig in die Nut. Dehnen Sie es dabei nicht, sonst schrumpft es später und lässt Lücken. An den Ecken schneiden Sie es sauber ab oder legen es in einem Stück um.
Aufklebbare Dichtungen kleben Sie auf trockenen, fettfreien Untergrund und drücken sie an. Prüfen Sie danach mit dem Papiertest, ob die Tür überall anliegt. Sie sollte sich noch gut schließen lassen. Wird sie schwergängig, ist die Dichtung zu dick gewählt.
Eine zusätzliche Hilfe an Innentüren zu kalten Räumen sind Bürstendichtungen am Boden der Tür. Sie schließen den Spalt zum Boden, ohne die Tür zu blockieren. Bei sehr großen Spalten oder Türen mit Schwelle wählen Sie ein Modell, das zur Schwelle passt.
Austausch oder Reparatur der Tür
Eine neue Dichtung ist eine kleine, wirkungsvolle Maßnahme. Reicht sie nicht, weil die Tür verzogen ist, das Holz quillt oder der Rahmen undicht ist, hilft meist eine Fachkraft beim Nachstellen oder Instandsetzen. Eine neue Tür ist erst dann sinnvoll, wenn Tür oder Rahmen nicht mehr zu retten sind. In Mietwohnungen klären Sie Änderungen vorher mit dem Vermieter.
Pflegen Sie Dichtungen ein- bis zweimal im Jahr mit einem passenden Pflegemittel für Gummi. Das hält sie elastisch und verlängert ihre Lebensdauer deutlich. So nutzen Sie sie länger und müssen seltener wechseln.
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