Warum ein kleines Rinnsal so viel ausmacht
Eine Toilette, die ständig nachläuft, ist leicht zu überhören. Das Wasser fließt unauffällig in die Schüssel, der Zähler dreht sich weiter, und erst die Jahresabrechnung fällt auf. Über Wochen und Monate summiert sich selbst ein dünner Strahl zu einer erstaunlich großen Menge an Trinkwasser, das ungenutzt im Abfluss landet.
Das Gute: Die Ursache ist meist ein Verschleißteil, das sich einzeln ersetzen lässt. Der ganze Spülkasten muss dafür selten raus.
So finden Sie die Ursache
- Farbtest: Geben Sie etwas Lebensmittelfarbe in den Spülkasten. Färbt sich das Wasser in der Schüssel, ohne dass Sie gespült haben, schließt das Ventil nicht dicht.
- Wasserstand: Steht das Wasser bis an den Überlauf, ist der Schwimmer zu hoch eingestellt oder das Einlaufventil schließt nicht.
- Geräusch: Zischt es nach dem Spülen ungewöhnlich lange, ist oft das Einlaufventil verkalkt oder defekt.
- Dichtung: Fühlt sich die Gummidichtung am Ablaufventil hart, rissig oder schmierig an, sollte sie ersetzt werden.
Drehen Sie vor jeder Arbeit das Eckventil unter dem Kasten zu, damit nichts nachläuft. Bei vielen Modellen genügt dann ein Handgriff am Schwimmer oder ein neuer Dichtgummi.
Was Sie selbst tun können
Kalk lässt sich oft schon mit etwas Essigreiniger lösen, den Sie nach Herstellerangabe kurz einwirken lassen und gründlich ausspülen. Den Schwimmer stellen Sie so ein, dass der Wasserstand deutlich unter dem Überlauf bleibt. Die passende Dichtung finden Sie über die Typbezeichnung im Kasten oder in der Bedienungsanleitung.
Viele Hersteller bieten Ersatzteile über Jahre an. Wer das Teil austauscht statt den Kasten, spart Material und Entsorgung. Ist der Kasten allerdings gerissen oder das Gehäuse selbst undicht, lohnt sich Reparieren meist nicht.
Wassersparen beim Spülen
Eine Spartaste oder eine Stopptaste verringert die Menge pro Spülgang. Manche Kästen lassen sich auf eine kleinere Füllmenge einstellen. Prüfen Sie in der Anleitung, ob und wie das bei Ihrem Modell geht, und achten Sie darauf, dass die Spülung für die Schüssel trotzdem ausreicht.
Wann Austausch sinnvoll ist
Reparieren ist die erste Wahl, doch nicht immer die klügere Lösung. Ein sehr alter Kasten, dessen Mechanik an mehreren Stellen verschlissen ist, kostet auf Dauer mehr Aufmerksamkeit, als er wert ist. Gibt es für das Modell keine Ersatzteile mehr, bleibt oft nur der Wechsel der gesamten Spülung.
Gleiches gilt, wenn Sie ohnehin das Bad umbauen. Dann kann ein Spülkasten mit Spartechnik und leicht erhältlichen Teilen die klügere Wahl sein. Achten Sie beim Kauf auf austauschbare Einzelteile, damit Sie später wieder reparieren können, statt wegzuwerfen.
Und zuletzt: Wenn Sie Zweifel haben, ob wirklich der Kasten schuld ist, lesen Sie den Zählerstand ab, schließen alle Verbraucher und schauen später noch einmal. Dreht sich der Zähler weiter, liegt irgendwo ein Leck vor, das nicht unbedingt im Kasten steckt.
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