Was Ratten anzieht
Ratten sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig. Sie bleiben dort, wo sie leicht an Futter kommen, Wasser finden und ungestört nisten können. Mit Schmutz hat das nur am Rande zu tun: Schon ein Sack mit Essensresten, der über Nacht draußen steht, reicht als Einladung.
Wer Anreize vermeidet, muss später weniger bekämpfen. Das schont Nerven, Nachbarschaft und Umwelt, weil Eingriffe dann gar nicht erst nötig werden.
Gerade in dicht bebauten Gebieten gilt: Was ein Haus falsch macht, spüren oft auch die Nachbarn. Absprachen über gemeinsame Müllplätze und sauber gehaltene Hinterhöfe helfen allen.
Müll richtig lagern
- Verschlossene Behälter: Tonnen mit festem Deckel, der auch nach dem Befüllen schließt, sind die Grundlage. Müllsäcke gehören nie lose daneben.
- Essensreste sichern: Speisereste wickeln Sie ein, bevor sie in die Tonne kommen, und lassen sie nicht offen herumstehen.
- Stellplatz sauber halten: Verschüttetes Futter oder Flüssigkeit rund um die Tonne entfernen Sie sofort.
- Biotonne pflegen: Ein trockener Boden aus Zeitungspapier und regelmäßiges Leeren sorgen dafür, dass weniger Geruch entsteht.
- Sperrmüll nicht stapeln: Alte Möbel und Kartons bieten Verstecke. Entsorgen Sie sie bald oder lagern Sie sie trocken und abgeschlossen.
Prüfen Sie außerdem den Stellplatz auf Löcher oder lose Platten im Boden. Dort graben Ratten gern, wenn sie Schutz suchen.
In Mehrfamilienhäusern ist die Hausverwaltung für den Müllplatz zuständig. Melden Sie ihr offene oder beschädigte Tonnen, statt selbst nachzubessern. Auch Papier und Altglas sollten Sie sauber und ohne Speisereste bereitstellen.
Kompost und Garten
Ein Kompost ist sinnvoll, sollte aber Ratten nichts bieten. Gekochte Speisen, Fleisch, Fisch, Brot und Milchprodukte gehören in der Regel nicht hinein. Rohe Gemüse- und Obstreste, Laub, Rasenschnitt und Kaffeesatz sind geeigneter. Ein geschlossener Komposter mit stabilem Boden oder einem Gitter hält Nager fern.
Auch andere Quellen zählen: Vogelfutter, das am Boden liegt, offenes Tierfutter, Fallobst und Haustierfutter im Freien. Stellen Sie Futterstellen für Vögel so auf, dass wenig herunterfällt, und räumen Sie reifes Obst regelmäßig weg. Hecken, Holzstapel und Gerümpel direkt am Haus sind beliebte Verstecke, halten Sie dort Abstand und ordnen Sie Material locker.
Kontrollieren Sie den Kompost auch auf Löcher in Wand und Boden des Behälters. Sind welche zu sehen, ist ein Umbau meist sinnvoller als Warten, denn Nager nutzen warme, geschützte Haufen gern als Unterschlupf.
Hinweise auf Ratten und was dann zu tun ist
Kotspuren, Nagespuren an Leitungen oder Kisten, Laufwege entlang von Mauern, Kratzgeräusche in Wänden oder Decken und Löcher am Gebäude sind Anzeichen. Legen Sie keine Köder oder Gifte aus. Haustiere, Kinder und wild lebende Tiere können dadurch gefährdet werden, und die Tiere wandern oft nur um. Je nach Gemeinde kann ein Befall außerdem meldepflichtig sein, erkundigen Sie sich allgemein bei Ihrer Kommune.
Dichten Sie keine Löcher ab, solange Tiere im Haus sind, und fassen Sie Kot nicht ungeschützt an. Eine Fachkraft schaut sich die Lage an und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.
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