Kühlen und Gefrieren
Kühlschrank und Gefrierschrank laufen rund um die Uhr, deshalb zählt jede Kleinigkeit. Stellen Sie die Geräte nicht neben Herd oder Heizung und lassen Sie hinten etwas Luft. Prüfen Sie die Türdichtung: Klemmt ein Blatt Papier beim Schließen nicht, schließt sie nicht mehr gut.
Warme Speisen lassen Sie vor dem Einstellen abkühlen. Vereiste Gefrierfächer sollten Sie abtauen, denn dicke Eisschichten kosten Leistung.
Wo viel Strom fließt, lohnt sich ein Blick auf das Zusammenspiel der Geräte. Wer gleichzeitig Backofen, Wasserkocher und Spülmaschine nutzt, belastet den Stromkreis stärker, und mancher Sicherungsautomat löst dann aus. Verteilen Sie die Last, wenn es öfter passiert. Wenn die Sicherung regelmäßig fällt, ist das kein Zeichen dafür, dass Sie sie einfach austauschen sollten, sondern ein Hinweis, die Anlage prüfen zu lassen. Aus Sicherheitsgründen gilt: Nichts überbrücken, keine stärkeren Sicherungen einsetzen.
Kochen, Backen, Spülen
- Deckel nutzen: Ein Topf mit Deckel braucht weniger Energie als ein offener.
- Passende Größe: Kochfeld und Topf sollten zusammenpassen, damit keine Wärme am Rand verloren geht.
- Restwärme nutzen: Schalten Sie Herd und Backofen etwas früher aus und lassen Sie die Restwärme wirken.
- Backofen nicht vorheizen: Viele Gerichte vertragen es, wenn der Ofen erst mit dem Essen warm wird, die Rezepthinweise geben Auskunft.
- Geräte auslasten: Spülmaschine und Waschmaschine erst starten, wenn sie gut gefüllt sind.
Wäsche und Trockner
Der Wäschetrockner gehört zu den größeren Stromverbrauchern im Haus. Wo es geht, trocknen Sie die Wäsche an der Luft und nutzen den Trockner nur, wenn es nötig ist. Schleudern Sie die Wäsche vorher gut aus, dann muss weniger Feuchtigkeit verdampft werden.
Reinigen Sie regelmäßig Flusensieb und, falls vorhanden, den Wärmetauscher. Ein verstopftes Sieb verlängert die Laufzeit und belastet das Gerät.
Prüfen Sie ab und zu, ob Trockner und Waschmaschine auf einem geraden, festen Untergrund stehen. Starke Vibrationen belasten Stecker und Leitungen und erhöhen den Verschleiß. Wackelt ein Gerät, stellen Sie es mit den Stellfüßen nach, bis es ruhig steht.
Grenzen der Selbsthilfe
Ein Gerät, das summt, heiß wird, nach Verbranntem riecht oder bei dem die Sicherung auslöst, gehört nicht mehr in Betrieb. Ziehen Sie den Stecker, wenn Sie das gefahrlos können, und lassen Sie es prüfen. Auch lose oder verfärbte Steckdosen in der Küche sind ein Fall für eine Elektrofachkraft. Reparaturen an der Elektroinstallation sind keine Heimwerkerarbeit.
Standby und Steckdosenleisten
Kaffeemaschine, Mikrowelle und Backofen mit Uhr laufen oft im Bereitschaftsbetrieb. Einzeln ist das wenig, im Haushalt summiert sich vieles. Eine Steckdosenleiste mit Schalter erlaubt es, mehrere Geräte auf einmal vom Netz zu nehmen. Achten Sie darauf, dass Geräte mit hoher Leistung wie Wasserkocher oder Toaster direkt in der Wandsteckdose stecken und nicht an einer überlasteten Leiste hängen.
Prüfen Sie Kabel und Stecker auf Knicke, Brandspuren oder lose Kontakte. Beschädigte Leitungen sind ein Sicherheitsrisiko und gehören ersetzt. Fassen Sie nie in ein laufendes Gerät und arbeiten Sie nicht an Geräten, die noch am Strom hängen. Im Zweifel ziehen Sie den Stecker und fragen eine Fachkraft.
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